Bericht Bauausschuss

Bürgerbeteiligung Sanierung Südweg

29.08.2025


Aus dem Bauausschuss

Bürgerbeteiligung zur Sanierung des Südwegs

Im Bauausschuss am 19. Juni stand die geplante Sanierung des Südwegs im Mittelpunkt. Rund 50 Anwohner:innen aus Südweg, Dubberskamp und Querweg waren der Einladung gefolgt und nutzten die Gelegenheit zum Austausch.

Der Ausschussvorsitzende Christian Albrecht (IDA) berichtete zunächst über die laufenden Instandsetzungsarbeiten an verschiedenen Straßen sowie dem Stand zur punktuellen Renovierung der alten Turnhalle. Außerdem hat die Lenkungsgruppe zur kommunalen Wärmeplanung ihre Arbeit aufgenommen; erste Zwischenergebnisse sollen im September vorgestellt werden.

Zum Südweg stellte Planungsingenieur Stephan Weis den aktuellen Planungsstand und verschiedene Ausgestaltungsvarianten vor. Er machte deutlich, dass der Regenwasserkanal unter dem Südweg in die Jahre gekommen ist: Die alten Rohre haben zu geringe Durchmesser und weisen rund 60 Schadstellen auf. Bei Starkregen könnten sie die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Geplant ist daher ein komplett neuer Kanal mit größerem Querschnitt, der nicht nur den Südweg, sondern auch die Einmündungen Dubberskamp und Querweg entwässert, was die Sanierungskosten deutlich nach oben treibt.

Im Hinblick auf die Straßensanierung an sich wurden verschiedene Varianten für die bauliche Ausführung des rund 5,5m breiten Südwegs vorgestellt. Die Verkehrsfläche soll künftig von allen Verkehrsteilnehmenden zusammen genutzt werden; ein getrennt ausgebauter Fußweg ist künftig aufgrund der Straßenbreite nicht vorgesehen.

Alle Anwesenden erhielten Rederecht und konnten ihre Meinungen zu den Themenfeldern einbringen. Zu den einzelnen Sanierungsalternativen wurden Abstimmungen unter den Anliegerinnen und Anliegern durchgeführt. Besonderer Augenmerkt wurde daraufgelegt, zu verhindern, dass sich der Südweg aufgrund einer zu offenen Bauweise zu einer „Rennstrecke“ entwickelt.

Viele Aspekte sind abzuwägen: von der Frage der Oberflächengestaltung (Asphalt vs. Betonpflasterung, Anlage von wassergebundenen Versorgungsstreifen vs. vollflächige Pflasteroberfläche) über die Anlage von Parkplätzen und optischen Verengen bis hin zu Regelungen der Geschwindigkeit (Spielstraße vs. Tempo 30 Zone).

Es wurde kontrovers diskutiert. Das Meinungsbild unter den Anliegerinnen und Anliegern, insbesondere hinsichtlich möglicher Geschwindigkeitsregelungen, hielt sich aufgrund der unterschiedlichsten Interessenlagen die Waage.

Bürgermeisterin Falkenberg machte deutlich, dass Entscheidungen hinsichtlich der Verkehrsanordnungen dem Kreis obliegen und von der Gemeinde lediglich vorgeschlagen werden können. Insgesamt kann man außerdem sagen, dass die Sanierung des Südwegs eine notwendige, aber kostenintensive Maßnahme darstellt, die allein durch die Gemeinde getragen wird und sich in einem wirtschaftlichen Rahmen bewegen muss.

Am Ende der intensiven Diskussion fasste der Bauausschuss die Empfehlungen für den Beschluss durch die Gemeindevertretung zusammen: Erneuerung des Regenwasserkanals, Neubau der Straße mit Betonpflaster, Einführung einer Tempo 30‑Zone und eine Fahrbahnbreite zwischen fünf und fünfeinhalb Metern. Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sollen so gewählt werden, dass sie sowohl die Sicherheit erhöhen als auch die Bedürfnisse der Anwohner berücksichtigen. Ein besonderer Wunsch vieler Teilnehmenden ist, dass genügend Parkplätze vorgesehen werden, wenn es zu einer sog. „Spielstraße“ kommen sollte. Auf einer solchen gilt Schrittgeschwindigkeit und alle Verkehrsteilnehmenden sind gleichberechtigt. Geparkt werden dürfte dort ausschließlich auf dafür ausgewiesenen Parkplätzen.

Christian Albrecht (IDA), Vorsitzender des Bauausschusses

Zum Anbieter: