Grußwort der Bürgermeisterin
Juni 2026
01.06.2026
Liebe Dassendorferinnen, liebe Dassendorfer,
die vergangenen Wochen waren von zahlreichen Sitzungen geprägt. Neben den vielen kleineren und größeren Aufgaben des Gemeindealltags beschäftigen uns derzeit mehrere bedeutende Zukunftsthemen, die langfristig personelle, organisatorische und finanzielle Ressourcen binden. Zugleich werden sie das Erscheinungsbild Dassendorfs in Teilen nachhaltig prägen.
Aktuell stehen wichtige Weichenstellungen an: Der Standort eines neuen Feuerwehrgerätehauses östlich der L 314; südlich des Festplatzes; der bedarfsgerechte Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr, die Entwicklung der „Conrad Koppel“ zu einem Wohngebiet mit kleinteiliger Bebauung und Wohnungsbau sowie der Neukonzeptionierung einer Sporthallenlösung einschließlich klimaneutralen Wärmeversorgung für die öffentlichen Einrichtungen am Wendelweg. Diese Projekte stellen die Gemeinde vor Herausforderungen in Millionenhöhe.
Angesichts knapper finanzieller Spielräume gilt es, sorgfältig abzuwägen und verantwortungsvoll zu planen. Ziel bleibt, die Handlungsfähigkeit der Gemeinde zu erhalten, damit neben neuen Investitionen auch die Pflege bestehender Einrichtungen, notwendige Sanierungen sowie die bisher umfangreichen Unterstützungen örtlicher Vereine und Organisationen weiterhin möglich bleiben. Dazu gehört die regelmäßige Prüfung, wie gemeindliche Räumlichkeiten sinnvoll genutzt werden können und ob die Bewirtschaftungskosten dauerhaft vertretbar sind. In diesem Zusammenhang stehen die Räume der Bücherei „Am Wendel“ zur Diskussion. Die Immobilie weist erheblichen Sanierungsbedarf auf. Derzeit lässt die Gemeinde ein Wertgutachten erstellen und hat beschlossen, die Gemeindebücherei zum Jahresende zu schließen. Gleichzeitig wird geprüft, wie Haushaltsmittel für die Leseförderung, insbesondere für Kinder, künftig sinnvoll eingesetzt werden können. Dabei steht auch eine gemeindliche Unterstützung der ehrenamtlich geführten Schulbücherei in der Alfried-Otto-Schule im Raum.
Ebenso wichtig bleibt es, „die Kirche im Dorf zu lassen“. Mit Mitteln der AktivRegion Sachsenwald-Elbe e.V. wird eine Machbarkeitsstudie für die Versöhnungskirche erarbeitet. Ziel der Kirchengemeinde ist es, die Nutzungsmöglichkeiten der Kirche zu erweitern und so langfristig den wirtschaftlichen Betrieb und den Erhalt der Räumlichkeiten zu sichern.
Eine Erweiterung bestehender Kita-Standorte oder der Neubau einer dritten Kindertageseinrichtung im Ort ist nach aktueller Bedarfsprüfung nicht erforderlich und wird vorerst nicht aktiv weiterverfolgt. Planerisch bleibt eine solche Nutzung im Bebauungsplan „Conrad Koppel“ auf der vorgesehenen Infrastrukturfläche westlich des Mühlenwegs weiterhin möglich, ebenso wie dort grundsätzlich ein Feuerwehrgerätehaus entstehen könnte. Gemeinde und Feuerwehr bevorzugen hierfür allerdings den Standort östlich des Mühlenwegs südlich des Feuerwehrübungsplatzes, was bisher die Landesplanung kritisch sieht. Diesbezüglich fand ein Gespräch in Kiel statt. Aktuell erstellt die Gemeinde eine entsprechende Planungsanzeige.
Termine: Der Planungsausschuss unter Leitung von Sebastian Hofmann (WIR) tagt am 2. Juni erneut hinsichtlich der Gestaltung der Mehrfamilienhausflächen im westlichen Teil der Conrad Koppel. Für 1. Juli ist eine öffentliche Sitzung zur Vorstellung der Planungsanzeige für den neuen Feuerwehrstandort vorgesehen. Die Gemeindevertretung kommt am 23. Juni zusammen. Alle Sitzungen sind öffentlich. Sie sind herzlich dazu eingeladen teilzunehmen.
Der Juni steht ganz im Zeichen der Fußball-WM. Durch die Zeitverschiebung zu den Austragungsorten in den USA, Kanada und Mexiko wird daraus bei uns ein nächtliches Vergnügen. Ob Sommerstimmung am Tag oder Fußballfieber in der Nacht: Ich wünsche allen einen schönen Juni.
Ihre und Eure Bürgermeisterin