Aktuell Schulverband

u.a. Neuabschluss einer Kooperationsvereinbarung

26.06.2026


Aus dem Schulverband Dassendorf-Hohenhorn-Brunstorf

Die Schulverbands-Versammlung hat am 29. April über die Offene Ganztagsschule (OGTS) beraten und den Neuabschluss einer Kooperationsvereinbarung mit der AWO Schleswig-Holstein gGmbH beschlossen.

Dies war angesichts der geänderten Rechtslage notwendig. Ab dem Schuljahr 2026/ 2027 gilt ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter, beginnend mit Jahrgang 1. Nach und nach „wachsen“ alle Jahrgänge in diese neue Regelung hinein. Neuregelungen gelten insbesondere für Ferienregelungen (kürzere Schließzeiten) sowie Personaleinsatz. In diesem Zusammenhang wurde eine neue Beitragsstruktur in Abstimmung zwischen Schulverband und AWO SH festgelegt. Die Leiterin der OGTS, Sylvia Keding, erläuterte die Hintergründe.

In nicht-öffentlicher Sitzung hat die Versammlung über den Zuschuss des Schulverbandes an die AWO SH für den Betrieb der OGTS an der Alfried-Otto-Schule beraten und eine Erhöhung des Maximalbetrages des jährlichen Zuschusses beschlossen auf Basis der vorgelegten Kalkulation durch die AWO SH, die die neue Rechtslage berücksichtigt. Zumindest im nächsten Jahr ist mit Mehrkosten zu rechnen zu Lasten des Schulverbandes als Schulträger.

In einer weiteren Schulverbandssitzung am 10. Juni wurde außerdem eine Geschwisterermäßigung ab dem Schuljahr 2026/2027 konkretisiert. Diese soll nach landesweiter Richtlinie „in Anlehnung an das Kita-Gesetz“ erfolgen. Es wurde beschlossen, neben der weiterhin geltenden Sozialermäßigung künftig ab dem dritten gleichzeitig in einer OGTS betreutem Geschwisterkind eine Ermäßigung in Höhe von 50 Prozent für dieses und nachfolgende Geschwister zu gewähren.

Gemeinsam das verlässliche Betreuungsangebot der OGTS im Blick

Wir haben die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Schulverband Dassendorf-Brunstorf-Hohenhorn als Träger der Alfried-Otto-Grundschule und der AWO Schleswig-Holstein als Trägerin der OGTS hervorgehoben. Ein besonderer Dank gilt Sylvia Keding und ihrem Team!

Eröffnungsbilanz und Jahresabschluss 2024 beschlossen: Bewirtschaftung des Haushalts 2026 jetzt möglich

Aufgrund von Schwierigkeiten in der Kämmerei des Amts Hohe Elbgeest war es nicht gelungen, die Eröffnungsbilanz und den Jahresabschluss 2024 rechtzeitig zu beraten und der Genehmigungsbehörde vorzulegen. Diese hatte somit den bereits beschlossenen Haushalt 2026 unter Vorbehalt gestellt. Am 10. Juni haben in Sonderterminen der Finanzausschuss des Schulverbandes unter Leitung von Olav Aldag und im Anschluss der Schulverband getagt und entsprechende Beschlüsse gefasst.

Nun ist der Haushalt 2026 ab sofort zur Bewirtschaftung freigegeben. Vor dem Hintergrund von Vergabezeiten für Aufträge bedeutet das jedoch, dass in diesem Jahr Renovierungsmaßnahmen nicht mehr wie gewohnt in den Sommerferien umgesetzt werden können, sondern dafür erst die Herbstferien genutzt werden können. Auch Bestellungen von Inventar u.ä. verzögern sich entsprechend.

Photovoltaikanlage

Die Versammlung beschloss die Installation einer Photovoltaikanlage (30 kWp) auf dem Dach des Westflügels südlich der Mensa. Es werden die Mehrkosten geprüft für einen Wechselrichter, der bidirektionales Laden ermöglicht. Für mögliche elektrisch betriebene Geräte, wie Aufsitzrasenmäher, ist eine Wallbox vorgesehen. Es stehen 65.000 Euro zur Verfügung.

Dreizügigkeit auch für das Schuljahr 2027/ 2028 als Kapazitätsgrenze beschlossen

Die Alfried-Otto-Grundschule erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit in den Nachbarorten, auch außerhalb der Verbandsgemeinden Dassendorf, Brunstorf und Hohenhorn. Da die Räumlichkeiten und Ausstattung, für die der Schulverband als Träger der Schule zuständig ist, begrenzt sind (12 ausgestattete Klassenräume für vier Jahrgangsstufen), hat der Schulverband sich erneut für eine Kapazitätsbegrenzung auf eine „Dreizügigkeit“ ausgesprochen, so dass auch für das Schuljahr 2027/ 2028 so viele Kinder aufgenommen werden, dass maximal drei 1. Klassen gebildet werden.
Festgelegt wird diese Begrenzung durch das Schulamt. Für den Fall, dass mehr Anmeldungen als Plätze vorliegen, sind Priorisierungskriterien von der Schulkonferenz zu bestimmen, nach denen die Schulleitung die Plätze vergibt. Die Konferenz setzt sich aus 8 Elternvertretenden und 8 Lehrkräften unter dem Vorsitz der Schulleiterin Sonja Bauer zusammen.

Resolution an Schulamt und Schulkonferenz

Wegen der Festlegung der Priorisierungskriterien musste aufgrund einer neuen rechtlichen Auslegung des Schulamtes der Schulverband eine Resolution an die Schulaufsicht des Kreises Herzogtum Lauenburg und die Schulkonferenz senden. Hierin hat sich der Schulverband dafür ausgesprochen, nach den Schulverbandsgemeinden und Geschwisterkindern die Nachbargemeinden des Amtsgebietes Hamwarde, Wiershop und Worth weiterhin zu priorisieren, den Charakter der Dorfschule und den Schulfrieden des bisher praktizierten Vorgehens zu erhalten.

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ): Professionalisierung beschlossen

Der Schulverband als Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) hat jährlich zwei Stellen an junge Menschen zu vergeben. Er hat beschlossen, das Angebot künftig durch eine Kooperation mit einem externen Träger zu Professionalisieren und qualitativ zu verbessern, insbesondere hinsichtlich Begleitung, Bezahlung und Fortbildung. Auch die Übernahme der Fahrtkosten (deutschlandweites Jobticket) wurde beschlossen.

Die FSJ-Plätze der Schule sind für das Schuljahr 2026/2027 bereits besetzt.

Schulverbandsvorsitzende Martina Falkenberg

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